das Ur-LABYRINTH als Ur-TANZ für die ur-menschliche LIEBE zum LEBEN

Das Ur-Labyrinth ist innerhalb eines kulturellen Kontextes entstanden, dessen spirituelle Prinzipien auf der Bewunderung und Liebe zu MUTTER ERDE basieren. Es ist auf keinen Fall die individuelle Erfindung eines einzelnen Künstlers. Es gehört in eine historische Zeit, in der Menschen ihre Verehrung und Achtung allen Lebens gegenüber mit Körperhaltungen ausgedrückt und ihre Verbundenheit miteinander und mit ALLEM in Form von Tänzen demonstriert haben. Die Welt und ihre Vorstellung von Schöpfungsgeschichte erklärten sie in bewegten Bildern. Sie bewahrten und gaben diese Weisheit über das Leben in Form von Ritualen in ana-logisch verständlichen Traditionen an die nächste Generation weiter.

Die Spur, die wir während des Labyrinthtanzes mit unseren Füßen hinterlassen, verbildlicht in ihrer Wege - An - Ordnung das ur-weibliche Gebürtigkeits-Prinzip. Dieses spirituelle Ur-Gesetz für immerwährendes Leben durch Ausgleich und Balance, als eine getanzte Zeichnung mit den Füßen, führt zu einer funktionalen, da kosmisch abgeleiteten grafischen Lebens-Formel: nämlich zu den dann von Hand gezeichneten Linien des Ur-Labyrinth.

 

Die Leere ist die Lehre des Labyrinths:

 

Wir umkreisen einen Raum der Leere, in einer wohl durchdachten Anordnung von Wegen, die zu der einfachen kosmischen Formel führen, als Symbol für die EINE, die alles Leben in sich birgt, die es hervorbringt, die es nährt und wieder in sich aufnimmt.

 

Das Ur-Labyrinth in seiner ganzen Komplexität und, vor allem in Zusammenhang mit der Grafik des Mäanders, ver-Sinn-Bild-licht die Synchronizität zwischen dem weiblichen Gebürtigkeits-Prinzip und den einfachsten kosmischen Gesetzen, SONNEMONDERDE, die Leben möglich machen.

 

Es ist das einzige Symbol, als eine menschliche Er-Findung, das in seiner Bedeutung die gesamte Fläche ausfüllt, da seine sichtbaren Linien einerseits, aber auch seine leeren Zwischenräume von einer gleichermaßen groß-ART-igen Bedeutung sind. Es ist die Schöpferin und gleichzeitig die Schöpfung selbst, die wir im Labyrinth als ein hoch abstraktes und damit als ein allgemein gültiges Bild erkennen können. Und diese beiden Weltbilder bedingen sich gegenseitig. Das eine kann nicht entstehen ohne das andere. Das ist die große Weisheit, die im ursprünglichen Labyrinth steckt. Und damit ist es ein Symbol für das eine offene System, das alle und alles einschließt.

 

Im Ur-Labyrinth können wir heute viele Versöhnungsbilder finden, zwischen den Generationen und zwischen den Geschlechtern. Wir können auch symbolisch die Versöhnung zwischen Völkern und den Religionen aufstellen. Wir können diese Bilder miteinander tanzen und dabei Lebensanalogien und Weisheiten erspüren und erleben. Wir können uns allein hindurch wandeln auf dem Weg zu unserer eigenen Mitte. Wir können Gemeinschaftserfahrungen machen, die uns näher zueinander bringen.

 

Nicht sein Geheimnis, ist das, was das Labyrinth so großartig macht, sondern gerade seine Überprüfbarkeit.


Denn wir können heute wieder, anhand unseres eigenen weiblichen Leibes und seiner Potenz zu Gebären, die Formel des Labyrinths selbständig und ganz einfach herleiten und anzuwenden lernen.


Das Chartres - Labyrinth dagegen ist das Bild für eine erste bewusst konstruierte Verw-Irrung, ein Symbol für die spirituelle Wunde, die uns mit der Lüge von Gott als Vater zugefügt wird. Der Vater im Himmel ist keine MUTTER ERDE, die uns trägt, die uns nährt und die uns am Ende unseres Lebens wieder zurück in ihren Schoss nimmt. Das Bild der männlichen Mutter aller Dinge muss künstlich begründet, als Alibi konstruiert und intellektuell verteidigt werden, um es glaubhaft zu machen. Glauben an etwas, das wir nicht verstehen, lässt uns aber immer in einem kindlichen Stadium verharren. Es macht uns auf der spirituellen Ebene unselbständig und in der realen Welt süchtig. Wir sind immerzu auf der Suche nach Er-Füllung eines bodenlosen Fasses. Wir geraten unter Umständen in einen Kreislauf. Aus dem Wunsch zu genesen wenden wir uns einer falschen Medizin zu, die unsere spirituell verletze Seele aber doch wieder nur krank macht. Das Chartres ist ein bewusst konstruierter Irrgang und in seiner Zeit und seiner Form das Tor zur Beliebigkeit der Symbole und zu den realen Irrgärten des Patriarchats. Heute ist es wir die Kippe, auf der wir uns entscheiden können, ob hin zum nächst größeren Kick eines künstlich ausgefeilten komplizierten unüberschaubaren Irrgartens oder zurück zur Wurzel des natürlichen guten Lebens.


Mit der Eindeutigkeit eines Symbols, mit dem alten Wissen des Ur-Labyrinths können wir jede spirituelle Formel, die uns verwirrt, auf ihre Inhalte hin untersuchen, und zusätzlich, auch aus der Sicht ihres historischen Kontextes, ihren geistigen Hintergrund überprüfen. Mit der Frage, ob diese oder jene Religion wahrhaft dem Sinnvon Leben schenken und bewahrenfolgt, werden wir automatisch eine Spirituelle Grundlage entwickeln, die uns Menschen,als kleinsten gemeinsamen Nenner, alle miteinander verbindet. Denn die Genesung jeder Einzelnen von Patriarchose hängt ab von der Einigkeit in unserer spirituellen Grundlage. Statt gefügig zu glauben und blind zu vertrauen, können wir sehenden Auges mitlaufen und wahrhaft ohne Angst Prinzipien über Personen stellen. Das nämlich ist die erste Voraussetzung für Konsensverfahren kontra Demokratie. Bevor wir nicht aufhören können mit dem gewohnten Streiten, mit dem intelligenten Argumentieren und wohl überlegten Verteidigen vieler, vielerWahrheiten, werden wir nicht vorbereitet sein für die Stille nach dem Sturm.


Dann aber, wenn wir all diese vergifteten Gläser stehen lassen können, werden wir wieder miteinander tanzen, statt gegeneinander konkurrieren und das Leben feiern ohne Ende.


Li Shalima 26 Februar 12 JdF